Bundesbank erwägt Negativzinsen auf Immobilienkredite

Schon vor einigen Jahren gab es zum ersten Mal sogenannte Negativzinsen auf Konsumkredite. In der Regel allerdings nur für Kleinkredite bis zu einer Summe von 1.000,- Euro. Der Kreditnehmer muss in diesem Fall weniger Geld an die Bank zurück zahlen, als er aufgenommen hat. Diese Angebot gibt es immer wieder und gerade Online-Kreditvergleicher wie SMAVA & Co. locken damit immer wieder neue Kunden.

Jetzt hat sich die Bundesbank allerdings auch zum Thema Negativzinsen bei Immobilienkrediten geäußert: Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling sagte am Donnerstag gegenüberder „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“, dass er das auch im Immobiliensektor durchaus für möglich und „betriebswirtschaftlich sinnvoll“ halte.

Derzeit müssen Banken für bei der EZB geparkte Gelder sogenannte Strafzinsen zahlen. Aktuell liegt der Einlagensatz bei Minus 0,4 Prozent. Für die Kreditinstitute ist daher nicht sinnvoll Geld anzuhäufen und liegen zu lassen, weil sich die Geldsumme immer weiter reduzieren würde. Die Euros müssen also unters Volk – auf Teufel komm raus?

Dabei soll laut Wuermeling aber keinesfalls an den Vergaberichtlinien für Kredite geschraubt werden: eine Lockerung werde es nicht geben! Ganz im Gegenteil: man werde an den Standards festhalten. Bonität und langfristige Tilgungsfähigkeit sind also nach wie vor Voraussetzung für den Erhalt eines Immobilienkredits.

Das Zinsniveau ist schon seit Jahren auf einem sehr niedrigen Stand, was dazu führt, dass viele Deutsche den Traum einer eigenen Immobilie sichern konnten. Aber auch dazu, dass Mietpreise extrem gestiegen sind. Dieser Trend wird sich mit einer Regelung für Negativzinsen auf Immobilienkredite mit Sicherheit nochmals verstärken. Die Wachstumsrate für Wohnungsbaukredite an Privathaushalte sei aber laut Wuermeling durchaus normal.

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